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Thema: Implementierung einer Warentauschbörse

  1. #1
    Avatar von MeinerEiner2
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    Hängematte

    Implementierung einer Warentauschbörse

    Hallo Mitspieler in der Hängematte,

    ich würde Euch gerne die Idee einer Warentauschbörse vorstellen und bitte Euch um Euer Feedback.
    Hintergrund dazu ist eine gewisse Spielphilosophie, nämlich dass möglichst alle Lager auf allen Inseln mit allen Waren gefüllt sein sollen.
    Der Idealzustand wäre bei max. 12 Inseln mit jeweils 1 Lagerhaus mit 5.000er Kapazität also jeweils 60.000 Einheiten Holz, Steine, Kohle etc.
    Das ist zwar utopisch, da es ja auch Verbräuche für die lfd. Versorgung gibt, aber man könnte ja versuchen so nahe als möglich an den Idealzustand heranzukommen.

    Jetzt könnte man natürlich argumentieren, von einer Ware auf Insel 1 Überproduktion herzustellen und diese dann auf die übrigen Inseln zu verteilen, bis eben das jeweilige Lager voll ist. Hat halt den Nachteil, dass man entsprechend hohe Produktionskosten generiert. Zudem dauert das bei den Produktionszeiten sozusagen "ewig".
    Hinzu kommt bei Spielern, die noch nicht die 4k-Adlige auf New Port erreicht haben, dass sie (noch) nicht alle Waren produzieren können.

    Selbstverständlich könnte man auch sagen, dann eben Waren auf dem freien Markt zukaufen, bis die Lager gefüllt sind. Das ist bei den Preisen, die hier teilweise aufgerufen werden, noch utopischer und aufwändiger als die Eigenproduktion. Gerade Spieler, die noch am Anfang stehen, verfügen selten über das notwendige Kapital.

    Daher bin ich auf die Idee einer Warentauschbörse gekommen, die diese Probleme lösen könnte. Basis für die Berechnung ist die Produktionskostenübersicht auf ultrafine.de - Rubrik Warenpreise. Das beste wird sein, wenn ich mal ein praktisches Beispiel mache:

    Würde ich z.B. 5.000 Weizen benötigen, um ein Lager zu füllen, würde mich das 5.000 x 59 = 295.000 Münzen kosten, wenn ich sie selbst produzieren würde oder für diesen Preis am Markt einkaufen könnte. Allerdings habe ich aber z.B. eine Überproduktion an Brillen, die lt. ultrafine 4.665 Münzen/Stück kosten. Teilt man nun die 295.000 Münzen für den Weizen durch die 4.665 Münzen für 1 Brille, erhält man 63,23 Brillen = also 64 Brillen. Die Nachkommastellen sollte man m.E. immer aufrunden, daran wird keiner arm.

    Aufgrund der technischen Gegebenheiten des Spiels könnte der Deal nun folgendermaßen ablaufen: Spieler A kauft von Spieler B die 5.000 Weizen für 59 Münzen/Stück. Gleichzeitig kauft Spieler B von Spieler A die 64 Brillen für 4.665 Münzen/Stück. Das setzt natürlich voraus, dass beide Spieler zwei freie Handelsspeicher, zwei Transportschiffe und die 295.000 Münzen sowie die beide Waren besitzen. Natürlich kann das auch als Zug-um-Zug-Geschäft abgewickelt werden, wenn sich die Beteiligten entsprechend vertrauen.

    Bartergeschäfte und Tauschhandel waren in der Zeit in der Anno Online spielt, durchaus noch gängig - parallel zum Handel gegen Währungen. Somit sehe ich keine Kollision mit dem bisherigen Handelssystem, eher eine Ergänzung. Auch Waren wie Indigo, Gewürze und Seide könnten so mit ihren Mittelwerten gehandelt werden. Mercante und Nordburgh würden deshalb trotzdem nach wie vor gut verdienen.

    Würde mich freuen, wenn Ihr Euch rege mit meiner Idee auseinander setzen und diskutieren würdet. Wer diese Tauschbörse mit mir austesten möchte, kann mich gerne im Spiel per ingame-nachricht oder hier per PN anschreiben.

    Aktuell bin ich auf der Suche nach Weizen, Kräutern, Trauben und Fäßern. Anbieten kann ich Wämse, Sole, Salz, Häute und noch so das eine oder andere.

    Auf gute Geschäfte und viel Spaß in Anno Online
    MeinerEiner2

  2. #2
    Avatar von Lars-Johannson
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    Meerjungfrau
    Wie möchtest Du sicherstellen, dass die Handels- / Tauschpartner die angebotenen Waren tatsächlich auch bekommen?
    Wenn ich auf der Meerjungfrau Brillen für 4.665 entdecke, kaufe ich sofort (Brillen bis 7.000 / Tonne). - Hinderungsgrund wäre lediglich die geringe Menge.

    Nach meiner Meinung funktioniert individueller Handel zuverlässig nur über den 'Goldenen Fisch'.

    Grüße
    Carolin Emcke: Wir dürfen uns nicht sprachlos machen lassen.

  3. #3
    Community-Team Avatar von BB_Awondel
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    Meerjungfrau
    Die Idee ist an sich schon sehr interessant und indirekt haben das ja auch einige Spieler in der Weihnachtszeit umgesetzt.
    Das Problem wird nur sein, genügend "Tauschbörsen"-Mitglieder zu finden, da man wirklich schnell sein muss und sich gut absprechen muss.
    Wenn ein Handel z.B. von jemanden abgegriffen wird, der nicht daran teilnimmt, dann könnte schnell Unmut auftauchen. Man muss hier dann aber anmerken, dass dies durchaus so gewollt ist und im freien Handel vorkommen kann.

    Eventuell müsstest du die Idee dann in diese Richtung noch etwas mehr ausbauen.


    Liebe Grüße,
    BB_Awondel

  4. #4
    Avatar von MeinerEiner2
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    Hängematte
    Zitat Zitat von Lars-Johannson Beitrag anzeigen
    Wie möchtest Du sicherstellen, dass die Handels- / Tauschpartner die angebotenen Waren tatsächlich auch bekommen?
    Nun, indem die Partner die Details ihres Deals im Flüster aushandeln. Im Global wird nur signalisiert: "Hey Leute, wer hat Lust auf einen Tauschhandel?" Der Rest passiert sozusagen hinter verschlossenen Türen. Trotzdem ist natürlich klar, dass das eigentliche Geschäft schnell über die Bühne gehen muss. Gerade hochwertige Waren müssen dann auch schnell abgenommen werden. Handelsschiff und -speicher müssen bereits klar sein, bevor es losgeht.

    Was entsprechenden Abgreifern oder wie man sie nennen mag passierte, lehrt uns ein Blick in die Geschichtsbücher. Und zudem sind doch alle Spieler ehrbare Kaufleute, oder etwa doch nicht.

    Das Problem wird nur sein, genügend "Tauschbörsen"-Mitglieder zu finden, da man wirklich schnell sein muss und sich gut absprechen muss.
    Nun, wie alles andere fängt auch das sicher klein an. Aber hier in der Taverne könnte z.B. sozusagen eine Liste aushängen, in die man sich eintragen kann. Die Liste wäre somit offen einsehbar und jeder könnte sich darüber informieren. Via PN oder ingame-nachricht könnte dann auch Kontakt aufgenommen werden.

    Die Deals, die so entstehen können, sind als strategische Maßnahmen zu verstehen. z.B.: 'In drei Wochen will ich einen Dombau beginnen. Dazu brauche ich u.a. 2.000 Kerzen. Im Handel kaufen ist mir zu teuer, selbst produzieren schaff' ich warum auch immer auch nicht, in der Gilde kann man mir auch nur bedingt helfen. Also warum nicht einen Tauschhandel machen, schließlich habe ich von Ware XY ja viel zu viel, kann diese aber auch nur schlecht verkaufen.'

    Spieler, die darin ein Händchen entwickeln, könnten sogar für sich neue Ziele entdecken, denn der sonstige Handel läuft ja weiter.

    Danke Euch beiden für dieses erste Feedback. Ich hoffe, ich konnte Eure Fragen und Anmerkungen beantworten.

    Beste Grüße
    MeinerEiner2

  5. #5
    Avatar von MeinerEiner2
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    Hängematte
    kurze Zwischeninfo: Der erste Deal auf dieser Basis ist eben zwischen einem anderen Spieler und mir abgeschlossen worden. Keiner hat dazwischen gefunkt.

  6. #6

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    Meerjungfrau
    Wie immer kann ein Flüsterhandel klappen muss aber nicht. Ein Spieler der gerade auf den gleichen Gameserver ist wie der Anbieter sieht das Angebot früher als der eventuell Handelspartner sofern er auf eine andern Gameserver ist. Und jede Welt hat 4 Gameserver. Sicherer Handel geht nur über vertrauen und Überteuerten Preisen. Auf kurz oder lang wird sonst ein billiges Angebot von einer dritten Partei gekauft.

    Da inzwischen weniger im Handel los ist als früher ist Wahrscheinlichkeit geringer geworden aber sie ist nun mal da. Daher Handel unter aktuelle Marktwert immer nur auf eigenes Risiko und bitte nicht jammern wenn es mal schief geht.

    *winkt* Anyah

  7. #7
    Avatar von Lars-Johannson
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    Meerjungfrau
    Die Geschichte (die Templer, die Hanse, die Fugger....) zeigt, dass das Anbieten von Mangelwaren und Dienstleistungen in bestimmten Regionen zu wirtschaftlichem Erfolg führt.
    Die Krönung solchen Handelns stellt das Wecken von Bedürfnissen dar, obwohl zuvor subjektiv kein Bewusstsein von Mangel vorgelegen hat (Beispielsweise Steve Jobs).

    Da der Unternehmer das (nicht nur betriebswirtschaftliche) Risiko seines Tuns trägt, ist es nicht verwerflich, Überschüsse aus seiner Kaufmännischen Tätigkeit zu erzielen.
    Ehrbar handelt der Kaufmann dann, wenn er ab einem gewissen Stadium seiner Verantwortung für die Gesellschaft, die ihn trägt, nachkommt, und auch Bedürftige fördert.
    So viel in wenigen Sätzen zu einem Thema, über das ich drei Stunden referieren könnte.

    Nein, hier im Spiel gibt es nicht nur ehrbare Kaufleute. - Ein (nicht nur) gesellschaftliches Problem, über das sich weitere Stunden diskutieren ließe.

    BB_Awondel erwähnt zutreffend die mögliche Verärgerung, die entsteht, wenn ein solcher Flüster-Handel in die Hose geht.
    Der 'Goldene Fisch' ist nach meiner Meinung die einzige Möglichkeit, diesen erheblichen Mangel im Spiel (fehlender Freundes- / Gildenhandel) auszugleichen.

    Natürlich wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinen Bemühungen, die Lagerbestände auf Maximum zu bringen, was ich persönlich (ökonomisch) für wenig sinnvoll halte, wenn nicht bestimmte Gründe (Bauvorhaben, Erschließung) vorliegen.

    Grüße vom Lars.
    Carolin Emcke: Wir dürfen uns nicht sprachlos machen lassen.

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